Dornbusch: Grunderneuerung und Umgestaltung der Kurhessenstraße

Dornbusch
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Die Stadt Frankfurt am Main erneuert seit 30. März die Kurhessenstraße auf rund 300 Metern zwischen den Straßen Am Höhenblick und Am Schwalbenschwanz sowie die nördlich angrenzenden Knotenpunkte Ludwig-Tieck-Straße, Haeberlinstraße und Kleinschmidtstraße.

Im Zuge der Straßensanierung werden zahlreiche technische und gestalterische Verbesserungen umgesetzt. Ziel ist es, die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer, die Qualität der Fahrbahn, die Barrierefreiheit im Straßenraum und die Aufenthaltsqualität im Wohngebiet zu verbessern. „Mit der Modernisierung der Kurhessenstraße werten wir das Wohngebiet auf, indem wir die Fahrbahn sanieren, den Straßenraum klarer gliedern, für den Fußverkehr besser nutzbar machen und den Verkehr beruhigen. Als Schleichweg wird die Straße oft zu schnell befahren, umso wichtiger ist der Start der Maßnahme, die deutlich mehr Sicherheit bringt", sagt Mobilitätsdezernent Wolfgang Siefert. „Von der Verkehrsberuhigung, mehr Ruhe und zusätzlichem Grün profitieren alle. Der neu geordnete Straßenraum sowie die barrierefreien Kreuzungen und Bushaltestellen verbessern die Situation zusätzlich für ältere Menschen, Rollstuhlfahrende, Eltern mit Kinderwagen und Kinder."

Viel Durchgangsverkehr: Verkehrsberuhigung und Barrierefreiheit Die Kurhessenstraße ist eine wichtige Verkehrsachse in Eschersheim und Ginnheim, in der die Geschwindigkeitsbegrenzung der Tempo-30-Zone oft missachtet wird. Besonders angesichts des regen Durchgangsverkehrs profitieren Menschen zu Fuß davon, dass die Gehwege nun verbreitert, dadurch die Querungen verkürzt und die Sichtachsen an Kreuzungen durch sogenannte „Gehwegnasen" verbessert werden. Letztere verhindern, dass Autos illegal an den Kreuzungen parken und querende Menschen übersehen werden. Zusätzlich wird die Fahrbahn an allen Knotenpunkten leicht angehoben, um die Geschwindigkeit des Kfz-Verkehrs zu dämpfen und die Unfallgefahr zu reduzieren. Eine deutliche Optimierung ist für die Kreuzung Kurhessenstraße/Am Schwalbenschwanz geplant, ein durch Arztpraxen, einen Supermarkt, ein Restaurant und andere Dienstleistungsunternehmen belebter Bereich. Hier entsteht ein neuer Mini-Kreisverkehr, der den Verkehr in einer geschlossenen Schleife klar führt. Die Ampel auf Höhe der Hausnummern 124/133 wird zurückgebaut beziehungsweise durch verkehrssichere Querungsmöglichkeiten am neu geordneten Knotenpunkt Kurhessenstraße/ Höhenblick ersetzt. Ein Schwerpunkt der Maßnahme, die federführend vom Amt für Straßenbau und Erschließung (ASE) durchgeführt wird, liegt darin, sämtliche Knotenpunkte im Planungsabschnitt flächendeckend barrierefrei zu machen. Auch alle vier Haltepunkte der Quartierbuslinie 69 an den Stationen „Höhenblick" und „Am Schwalbenschwanz" werden vollständig barrierefrei ausgebaut. Differenzierte Bordsteinhöhen und taktile Leitelemente an Querungen und Tankstellenzufahrten ermöglichen es sehbehinderten und mobilitätseingeschränkten Menschen, den Straßenraum sicher zu nutzen.

Starkregenschutz, mehr Stadtgrün und energieeffiziente Beleuchtung Im Rahmen der Maßnahme wurde das Entwässerungssystem den aktuellen Standards angepasst. Mit zusätzlichen Straßeneinläufen sowie einer Kastenrinne auf rund 60 Metern wird das Wasser besser abgeleitet. Damit ist die Kurhessenstraße künftig auch besser gegen Überschwemmungen bei Starkregen geschützt. Darüber hinaus wird die verkehrssichernde Straßenbeleuchtung erneuert und mit energiesparender LED-Technik sowie höheren Beleuchtungsstärken ausgestattet. Gleichzeitig wird der Straßenraum grüner, wie Tina Zapf-Rodríguez, Dezernentin für Klima, Umwelt und Frauen, erläutert: „Wo früher grauer Asphalt dominierte, wachsen künftig neun sorgfältig ausgesuchte, klimatolerante und zum Standort passende Arten. Sie werden so gewählt, dass sie mit Hitze, Trockenheit und Starkregen gleichermaßen zurechtkommen werden. Damit die Bäume gut anwachsen und sich langfristig gesund entwickeln können, wurde der Wurzelraum bewusst großzügig dimensioniert. So kann Regenwasser besser versickern und steht den Bäumen länger zur Verfügung. Insgesamt entstehen neue grüne Inseln, die das Mikroklima in dem belebten Viertel spürbar verbessern." Die Kurhessenstraße überschneidet sich mit dem „Grünen Ypsilon" – eine aus der Vogelperspektive betrachtet ypsilon-förmige Grünverbindung für den Fuß- und Radverkehr, um die Lebensqualität und Ökologie im Nordwesten der Stadt zu verbessern. „Ich freue mich, dass mit der barrierefreien Umgestaltung der Kreuzung an der Straße ,Höhenblick' die Durchlässigkeit innerhalb des ,Grünen Ypsilons' verbessert wird", ergänzt Zapf-Rodríguez.

Bauzeit und Ablauf Die Arbeiten haben Ende März an der Kreuzung Kurhessenstraße/Am Höhenblick begonnen und werden abschnittsweise durchgeführt. Eine Umfahrungsmöglichkeit besteht über die Eschersheimer Landstraße und Hügelstraße. Die Erreichbarkeit für Rettungsdienste wird während der Baumaßnahme ebenso gewährleistet, wie die Zuwegung zu den Hauseingängen. Kurzzeitige Behinderungen werden auf ein notwendiges Mindestmaß reduziert. Das Projekt wird voraussichtlich Ende 2027 fertiggestellt. Über zeitweise Sperrungen informiert die Stadt rechtzeitig über das Baustellen-Informationsmanagement. Die Gesamtkosten des Projekts, das mit rund 900.000 Euro anteilig aus Mitteln der Nahmobilitätsförderung des Landes Hessen und nach dem Mobilitätsfördergesetz (MobFöG) refinanziert wird, belaufen sich auf rund 4,5 Millionen Euro.

 Änderungen auf der Buslinie 69 Statt über die Kurhessenstraße verkehrt die Linie 69 während der Bauzeit durch die Hügelstraße. Dadurch liegt das bisherige Linienende Hügelstraße nun in der Mitte der Fahrtroute, und die Zwischenstation Weißer Stein wird zur neuen Endhaltestelle. Zwischen Hügelstraße und Weißer Stein folgt die Linie ihrer gewohnten Strecke. Fahrgäste mit einer Einstiegshaltestelle entlang der Kirchhainer Straße müssen aber beachten: Wer nach Ginnheim will, muss den 69er-Bus dort in der Gegenrichtung benutzen, also an der Haltestelle gegenüber in Richtung Hügelstraße einsteigen. 

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Die Baustelle läuft auf Hochtouren: Der neue Gehweg ist schon abgesteckt. Auf der linken Seite erkennt man den Bordrand einer der künftig barrierefreien Bushaltestellen der Linie 69, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Maik Reuß

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Heike Appel, Leiterin des Grünflächenamts, erklärt, wie die Neubepflanzung das Mikroklima in dem belebten Viertel spürbar verbessert, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Maik Reuß

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Im Kontext der künftigen Barrierefreiheit in der Kurhessenstraße erklärt Stadtrat Wolfgang Siefert, wie taktile Leitelemente funktonieren. Noppenplatten signalisieren: „Hier passiert etwas Wichtiges", Rippenplatten kommunizieren: „Hier entlang gehen!", Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Maik Reuß



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