Tiefbau- und Betriebsleitungstagung in Frankfurt

Besichtigung der U5-Baustelle im Europaviertel, Copyright: ASE

Gallus
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Jüngst fand in Frankfurt am Main die 130. Koordinierungsbesprechung der Tiefbau- und Betriebsleitungen süd- und südwestdeutscher Städte statt. Rund 20 Tiefbauexpertinnen und -experten folgten der Einladung des Amts für Straßenbau und Erschließung (ASE) und der Stadtentwässerung Frankfurt (SEF), um sich über aktuelle Entwicklungen, Projekte und strategische Themen auszutauschen.

Im Mittelpunkt stand der intensive Dialog zwischen den Amtsleitungen. Unterschiedliche Umsetzungsstände, Projekte und Lösungsansätze wurden offen diskutiert, Best Practices geteilt und gemeinsame Perspektiven entwickelt. Der interkommunale Austausch erwies sich dabei erneut als zentraler Motor für Innovation und Weiterentwicklung im Tiefbau.

Ein besonderer Höhepunkt war die Besichtigung der U5-Baustelle im Europaviertel. Dort starten aktuell die Arbeiten für den oberirdischen Bauabschnitt. Vor Ort erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Einblicke in die komplexen Abläufe eines Großprojekts sowie in die zentralen Aufgaben eines modernen Straßenbauamtes.

Ein spannender Live-Act – für viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer das erste Mal in dieser Form zu sehen – war die Vorführung eines vollelektrischen Hochdruckspül- und Saugreinigungsfahrzeugs, das die Stadtentwässerung Frankfurt bereits seit rund einem Jahr im Einsatz testet. Das Fahrzeug steht exemplarisch für den Frankfurter Ansatz, klimafreundliche Technologien im Rahmen von Pilotprojekten frühzeitig zu erproben und im Austausch mit der Industrie weiterzuentwickeln. Neben deutlichen Vorteilen bei Emissionen und Lärmentwicklung zeigt sich zwar noch Optimierungsbedarf – dennoch ist klar: Die Investition in diese Technik ist ein wichtiger Schritt, um die großen Potenziale vollelektrischer Lösungen zu nutzen. Von diesen Praxistests profitieren auch andere Kommunen, denen aufwendige und kostenintensive Erprobungsphasen erspart bleiben können. Während der Tagung wurde zudem das Projekt „Pavement Management – Straße für alle" vorgestellt. Es verdeutlicht, wie die Straßenunterhaltung durch den Einsatz zeitgemäßer Steuerungsinstrumente effizient und nachhaltig organisiert werden kann. Ergänzend dazu ordnete der vorgestellte Masterplan Mobilität die Maßnahmen des ASE in einen übergeordneten strategischen Kontext ein.

Weitere Themen umfassten innovative Arbeitsformen im öffentlichen Dienst. Das im ASE pilotierte „New Work"-Konzept zeigt, wie moderne Arbeitsumgebungen in Verwaltungsgebäuden erfolgreich umgesetzt werden können – insbesondere durch flexible Raumgestaltung und zeitgemäße Bürostrukturen.

Für Amtsleiterin Michaela C. Kraft war diese Tagung zugleich ein besonderer Moment: Nach zehn Jahren engagierter Mitarbeit in diesem Kreis wurde sie von den Kolleginnen und Kollegen verabschiedet. Die nächste Tiefbau- und Betriebsleitungstagung findet im November in Kassel statt. Dort wird Eike Rothauge die Nachfolge antreten.

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Besichtigung der U5-Baustelle im Europaviertel, Copyright: ASE

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Reger interkommunaler Austausch unter Tiefbau- und Betriebsleitungen, Copyright: ASE



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